Gedankensammlung 2: IT-Berichterstattung wie sie ist, sein sollte und nicht sein sollte

[Erster Teil]

  • Microsoft-Bashing, Linux-Euphorie: Interessiert die Menschen nicht. Wer würde eine TV-Seite lesen wollen, die immer und immer wieder aufzählt, warum irgendein Fernsehsender (oder eine TV-Serie, oder ein Nachrichtensprecher…) besser ist als der andere? BItte, liebe IT-Journalisten, get over it! Ein Betriebssystem ist ein Betriebssystem. Zeit, weiterzudenken.
  • Technikverliebt: Ein Kulturjournalist, der nicht kritisch zwischen guten und schlechten Inszenierungen, Büchern, CDs etc. differnzieren kann, macht sich lächerlich. Ein IT-Journalist, der Computern, Gadgets oder Webseiten nichts anderes entgegenbringt als bewunderndes Staunen, auch.
  • Detail-Fetischismus:IT-Berichterstattung ist Wirkungs-Berichterstattung: Interessant ist nicht, wie etwas genau funktioniert und welche Treiber man updaten muss, sondern was sich dadurch ändert: Youtube hat den Medienkonsum geändert, Google den Umgang mit Information, und kleine Internettablets verändern potenziell die Art, wie man unterwegs vernetzt ist. Und genau da hört die IT-Berichterstattung derzeit auf. Aber sie müsste dort anfangen.
  • Kompetenz: Wer auf Youtube immer noch nur die Katzenvideos findet, hat die Plattform nicht verstanden. Und sollte nicht darüber schreiben.

[und nun zurück zu Anathem ;-)]

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