Marktlücke: Computerspiele für Erwachsene

Pink Floyd-Mastermind Roger Waters hat einmal etwas sehr Wahres über Popmusik gesagt: “The only thing that is important is whether it moves you or not”. Und das ist genau das, was 99 Prozent der Computerspiele noch abgeht: Die emotionale Bindung (nicht zu verwechseln mit der gerade in Games sehr starken Identifikation) des Spielers an die Handlung – eine gewisse Dramatik, Humor, vor allem aber: moralische Fragen, die schwer zu lösen sind und die nichts mit Feen, Drachen oder sonstigen Fantasy-Welten zu tun haben. Leider strotzen viele Games stattdessen vor Klischees, die bis zu einem gewissen persönlichen Entwicklungsgrad noch ganz lustig sind, aber dann nerven.

Ich finde es wird Zeit, dass mal ein paar Independent-Spieleschmieden Games für Erwachsene machen. Und zwar solche, die nicht deswegen über 18 sind, weil sie zuviel Gewalt oder ein paar spärlich bekleidete Pixelbräute zeigen, sondern die zusätzlich zu Spielspaß, Grafik und Motivation auch komplexe Emotionen transportieren können.

2 Comments

  1. Darf ich bitte ein Spiel mit etwas mehr Humor haben? Und damit meine ich nicht den “haha, schau was da an der Windschutzscheibe pickt” Humor.

    Ich möchte den Witz der alten Infocoms gemischt mit dem Esprit von Monkey Island und Zack McKracken, der Abgedrehtheit von Grim Fandango und dem großen Bild aus “Starship Titanic”. Und das alles einem Spiel, das bezgl. Grafik, Sound und Steuerung neue Maßstäbe setzt.

    Geht das? Morgen vielleicht?

  2. apaley says:

    Ja, Humor wäre mal super! Gut vorstellen könnte ich mir einen ironisch gebrochenen First Person Shooter, das wäre doch mal was – so wie “Bond”-Filme mit Sean Connery oder “Hellboy”.

    Und ich will auch Games mit Zynismus wie “Californication”, mit Weirdness wie “South Park”, mit intelligenten Themen wie bei manchen Folgen von “Star Trek: The Next Generation” und Tiefgang wie bei unzähligen Filmen.

    Wenn das morgen erscheinen würde, wäre mir das auch sehr recht.