Ich bin eine Minderheit

Ich finde es eine durch und durch vernünftige Idee, für gewissen Online-Content zu zahlen – nämlich für das Ergebnis von anspruchsvoller journalistischer Arbeit. Für gewisse Websites würde ich auch dann eine monatliche Abo-Gebühr berappen, wenn der Content darauf weiter allen soundso gratis offen steht. Jedenfalls lieber, als dafür Geld zu überweisen, dass täglich meine Zeitung aus Frankfurt mit dem Zug zu mir fahren muss, am Westbahnhof auf ein Fahrradkörbchen kommt und dann persönlich zu meiner Haustür gebracht wird. Geht aber nicht.

Ich weiß, dass man alles online gratis bekommt, und dass das auch viele gute Seiten hat. Aber bei aller “Free content”-Euphorie wird gerne beiseite gelassen: Professioneller Journalismus erfüllt in einem Staat Aufgaben, die demokratisch überlebensnotwendig sind (darüber gebe es in Österreich noch viel zu sagen). Wenn deren Erfüllung zwischen Gratis-Zeitung, Gratis-Content und Madoff-Economy immer mehr unter Druck gerät, ist das eine Entwicklung, die in die ganz falsche Richtung geht.

Also zahle ich weiter meine Papierabos als Quersubvention für meinen Online-Konsum. Auf Werbungen zu klicken ist mir nämlich zu blöd.

2 Comments

  1. die sonja says:

    es GEBE dazu viel zu sagen? wen zitierst du da? *fg*
    aber vielleicht sag ich zu dem post noch was intelligenteres :-)
    lg, die grammatikpolizei.

  2. apaley says:

    ich zitiere natürlich mich ;) hab kein “ä” auf der tastatur gefunden auf die schnelle…