Viel zu wenig beachtet: Wie IT das Leben für behinderte Menschen erleichtert

Was in der IT-Berichterstattung zwischen glitzernden Gadgets und oberflächlichem Hype-Mitschwimmen viel zu wenig gewürdigt wird: Wie IT-Entwicklungen konstant Barrieren für behinderte Menschen abbauen. Hier passiert eine stille Revolution, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient, etwa wie u.a. das Web die Mediensituation für Gehörlose verändert hat und welche spannenden Innovationen das Leben für blinde Menschen erleichtern (werden).

Vorsatz für 2009: Dieses Thema verstärkt aufgreifen.

2 Comments

  1. tini says:

    das ist ein sehr guter vorsatz für 2009! als gatekeeper hat man da ja auch einige möglichkeiten! obwohl du ein solcher bist: ich halte mich hier an die kleinschreibung von bauhaus und 1925:) hehe.

    den meisten menschen ist überhaupt nicht klar in welchem ausmaß kommunikative und mediale exklusion durch nicht barrierefreie medien für gehörlose, schwerhörige und blinde menschen stattfindet. und wie durch das problem der nicht-zugänglichkeit zu sprache/kommunikation etc. das leben ebendieser menschen beeinträchtigt wird. es geht hier ja schließlich u.a. um die konstitution gesellschaftlicher und kultureller identität. egal ob fehlende audiodeskription, spracherkennungssysteme, untertitelung, live-untertitelung, etc.: die „stille revolution“ hat riesenschritte gemacht. in manchen ländern ist sie eine stille effiziente… in manchen eine stille schleichende, oder kriechende:(

    was die bewußtseinsbildung im bezug auf accessibility betrifft: sie steckt in österreich leider mancherorts noch in den kinderschuhen. aber nicht nur im bezug auf das internet, sondern auch auf untertitelung und übersetzung in gbdspr. liegt österreich im europäischen vergleich im öffentlich-rechtlichen weit hinten. hauptproblem beim den sendern die da weiter hinten liegen: fehlende gesetzliche bestimmungen. eine beschleunigung könnte durch ….. bewußtseinsbildung bewirkt werden. die bbc hat bereits eine 100% untertitelungsquote erreicht. dort gibt es diesbezüglich klare vorschriften. beim orf wird im herbst 2008 gestritten ob man von den 26% wieder weggeht und die wochenschau absetzt. schaut zwar gerade wieder besser aus, aber alleine die diskussion ist peinlich!

    neue medien bieten ein wesentlich breiteres spektrum an zugangsmöglichkeiten (spracherkennung, avatare… egal ob man sie mag oder nicht:), einblendung von übersetzern…., etc.) und das angebot kann dadurch beachtlich verbessert werden….davon sollte auch gebrauch gemacht werden!

  2. apaley says:

    Enttäuschend ist die Untertitelungsquote vor allem, wenn man sich ansieht, wie es sein könnte, wenn öffentlich-rechtlicher Rundfunk das als Kernaufgabe sieht:

    http://www.bbc.co.uk/accessibility/bbc/introduction.shtml

    bzw.

    http://www.bbc.co.uk/blogs/bbcinternet/2008/12/iplayer_subtitles_increase_our.html

    Dafür muss man die BBC lieben.

    Und dann, als kleines Gustostückerl, zum Vergleich mal http://www.orf.at durch die accessibility-tests von http://www.tawdis.net jagen…