Es gibt keine Zeitungskrise

Bei aller Betroffenheit von den Schwierigkeiten, in denen sich auch hochwertige internationale Zeitungen im Umfeld der Wirtschaftskrise und der zunehmenden Online-Konsumation von Nachrichten befinden – eines darf nicht vergessen werden: Es gibt keine Zeitungskrise, sondern eine Werbungskrise.

Die lieben Werbemenschen haben lange Jahrzehnte Anzeigen in Printmedien geschalten, ohne zu wissen, wer diese wie lange anschaut. “In the absence of hard data on how many people actually saw an ad in predigital times, advertisers were willing to give print media the benefit of the doubt. That’s no longer the case”, schreibt die International Herald Tribune.

Aber eigentlich heißt das: Das Werbesystem an und für sich hat jahrzehntelang nicht funktioniert. Dass derzeit die Gelder aus den Printmedien abgezogen werden, heißt nicht, dass diese schlechtere Werbeträger sind als früher. Und auch nicht, dass TV und Webseiten bessere Werbeträger sind. Sondern einzig, dass online und im TV die Konsumenten viel besser überwacht werden können.

Ein Grund mehr, Zeitungen auf Papier zu lesen.

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