“Monsters vs. Aliens”: Game schlägt Film dort, wo es weh tut

Eher unauffällig hat Wired in einer Game-Review etwas geschrieben, das ich persönlich mit Spannung erwartet habe: “Monsters vs. Aliens: The Videogame Outdoes the Movie for Fun“, also dass das Wii-Spiel zum neuen Animations-Film lustiger ist als der Streifen selbst. Wenn’s stimmt, dann sollte dies nicht unterschätzt werden: Hier steht nicht weniger als die letzte Bastion auf dem Spiel, die Filmproduzenten im Wettstreit der Unterhaltungs-Genres noch halten konnten, nämlich die Vorherrschaft in der Regie: Bis jetzt schien es schwer, den emotionalen Ablauf (also Humor, Gefühle, Tränendrücker) eines Filmes überzeugend in die doch durchaus andersartigen medialen Umgebungsvariablen eines Games zu übertragen. Oder, anders gesagt, Spiele zu Filmen waren meistens soetwas wie die hässlichen, doofen Cousins der Filme.

Den Journalisten prognostiziert man immer, dass sie in Zukunft gleichberechtigt für alle medialen Verwertungsformen (Video, Ton, Text) arbeiten können müssen (und dies auch gleichzeitig machen werden). Ich glaube, dass ähnliches auch im Filmmetier passieren wird: Irgendwann werden Film und Game gleichzeitig und gleichberechtigt entstehen, und auf gleichem Niveau.

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