Ha, ich erfülle zumindest eine jener Voraussetzungen, die Kollege Georg Holzer für die Journalisten der Gegenwart im Umfeld des Web 2.0 auflistet: Ich weiß, was RSS-Feeds sind, und lese sie auch! Dadurch bin ich für die großen Umwälzungen der Medienwelt offenbar zumindest teilweise gerüstet. Meine Feed-Sammlung habe ich übrigens Gerüchtemaschine benannt, sozusagen als Spaßbremse in [...]
Posts under ‘Journalismus’
Bashing Back: Bessere Medienkonsumenten braucht das Land
Jetzt haben wir’s wieder abgekriegt, wir Journalisten. Mit fast unheimlicher Freude hauen die Poster drauf, wenn es darum geht, die Journaille als unfähig hinzustellen, und ebensolcher unheimlicher Kitzel begleitet die Prognose, dass Journalisten sich als Online-Marke etablieren müssen, denn künftig wird deren Arbeit “höchstens die Lebenskosten zahlen”. Journalisten-Bashing produziert offenbar Glücksgefühle. Daher bin ich jetzt [...]
Zeitungen europäischen Maßstabs als einziger Hoffnungsschimmer im Zeitungssterben
Es gibt vieles, das ich – persönlich und beruflich – beunruhigend (einiges auch schlicht erschreckend) finde an der derzeitigen Krise, die die Digitalisierung und die Werbungseinbrüche in den Old Media ausgelöst haben. In einer speziellen Frage fehlt mir auch jene Hoffnung, die viele Analysten und Zeitungsmacher haben: Lokalisierung ist das Zauberwort, auf das vermehrt gesetzt [...]
Welt ohne Presse – Auf die Online-Community wartet ein Monty-Python-Moment
“Was haben uns die Römer gebracht?” An diese Monty Python-Szene aus “Das Leben des Brian” erinnert mich die so selbstgerechte wie kurzsichtige Kritik von Bloggern und Twitterern an den den alten Medienkolossen. Natürlich geht manchmal manches schief in den Agenturmeldungen, natürlich entwickeln sich große TV-Stationen zuweilen zu unbeweglichen Medien-Tankern, natürlich gibt es mittlerweile schnellere und [...]
Medien als unabhängige Stiftungen – Denkanstoß zur Werbungskrise
Warum eigentlich sollte eine so wichtige wie notwendige Säule der Gesellschaft von Werbung abhängig sein? Nein, damit ist nicht die Polizei gemeint (die ja auch keine Werbung an der Uniform tragen muss), und auch keine Verpflichtung für Abgeordnete, wie die heimischen Sportler Firmenlogos auf dem Anzugrevers zu tragen. Sondern die Medien, (zumindest in vielen Ländern) [...]
Es gibt keine Zeitungskrise
Bei aller Betroffenheit von den Schwierigkeiten, in denen sich auch hochwertige internationale Zeitungen im Umfeld der Wirtschaftskrise und der zunehmenden Online-Konsumation von Nachrichten befinden – eines darf nicht vergessen werden: Es gibt keine Zeitungskrise, sondern eine Werbungskrise. Die lieben Werbemenschen haben lange Jahrzehnte Anzeigen in Printmedien geschalten, ohne zu wissen, wer diese wie lange anschaut. [...]
Flatrate für jede Art von Content
Viele Diskussionen auf der Musikmesse MIDEM in Cannes drehten sich um Finanzierung von Musik – von der Flatrate bis zu neuen, lukrativen Zugeständnissen an das Interesse der Fans, sich ihrem Star zu nähern. Was fehlt? Das Bewusstsein, dass es in der Diskussion um Gratis-Online-Content und dessen künftiger Finanzierung nicht darum geht, eine Musiksuppe, eine News-Suppe, [...]
Viel zu wenig beachtet: Wie IT das Leben für behinderte Menschen erleichtert
Was in der IT-Berichterstattung zwischen glitzernden Gadgets und oberflächlichem Hype-Mitschwimmen viel zu wenig gewürdigt wird: Wie IT-Entwicklungen konstant Barrieren für behinderte Menschen abbauen. Hier passiert eine stille Revolution, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient, etwa wie u.a. das Web die Mediensituation für Gehörlose verändert hat und welche spannenden Innovationen das Leben für blinde Menschen erleichtern (werden). [...]
Old-Media-Bashing ist noch kein Online-Journalismus
Als Reaktion auf Sonjas Kommentar: Die Reaktion auf den Lorenz-Sager ist ein gutes Beispiel gerade auch für jene Feedbackschleifen, die mich stören. Und der Aufruhr, der darum entstanden ist, hat auch gezeigt, wie stark der Konsenswattebausch ist, mit dem sich die Blogger selbst wieder umgeben. Die heftige Reaktion hat viel Angerührtsein und viel Boulevard-Leserbriefhaftes an [...]
Individueller Online-Medienkonsum als Vorurteilsbeförderungsspirale
Dass das Internet als Medium nicht wirklich ernst zu nehmen sei, postuliert nun auch Armin Thurnher (bereits zum zweiten Mal in Folge) im Falter. Hauptargument: Die allgemeine gesellschaftliche Verständigung darüber, was wichtig ist, geht verloren. Ob das so richtig wichtig ist (und ob es diese Verständigung in der Form je gegeben hat), interessiert mich eigentlich [...]