Off-Topic

Ich zahle gerne mit Daten

Obwohl die Privacy-Diskussionen durchaus spannend sind, bin ich recht hemmungslos, was meine Datenweitergabe angeht. Das “Google Analytics”-Cookie wird zwar gelöscht, sobald es auf meinem Computer landet, aber ob Social Websites meinen Musikgeschmack kennen, die Schule, die ich besucht habe, und was für Bücher ich gerne lese, ist mir wurscht. Was sollen sie tun – mich mit Cyberpunk-Literatur erschlagen? Mit Darkstep-Musik foltern? Mit Werbung beschicken? Letzteres wäre ja wirklich sehr ungewöhnlich.

Mal sehen, ob sich das noch ändert, und was für schlechte Erfahrungen man als Österreicher (ich denke, Amis sind da wirklich gefährdeter) machen kann, wenn man recht frei mit seinen Daten umgeht. Wenn nichts anderes, so gibt das zumindest ein paar gute Geschichten.

Eins noch: Warum sollten Arbeitgeber nichts über die Partygewohnheiten potenzieller Mitarbeiter wissen – wenn ein wichtiger Teil vieler Jobs und der Karriereleiter nichts anderes ist, als mit irgendwelchen Vorgesetzten bzw. Kunden gepflegt Alkohol zu trinken? Wer wirklich so weltfremd ist, jemanden nicht einzustellen, weil es von ihm Suff-Fotos auf Facebook gibt, ist soundso nicht eben ein zeitgemäßer Arbeitgeber, sondern bigott.

Österreich Geschichte Kultur Prominente Lotterien Musik Literatur Mozart Beethoven Wissenschaft Computer Popkultur Hollywood Skandal Paris Hilton

Keine Angst – der Titel soll nur möglichst viele Stichwörter liefern, damit irgendjemand in Zukunft im Archiv des “österreichischen Webs”, das die Österreichische Nationalbibliothek ab sofort anlegt, auf diesen Blogpost kommt.  Denn eines möchte ich den Menschen aus der Zukunft gerne sagen:

Ich bin neidig auf den coolen technischen Schnickschnack, den ihr verwenden könnt! Ich will auch Specs und Augmented Reality! Und alle Gadgets sollen schnell sein… und überall soll W-Lan (halt die Zukunftsversion) sein…

Surftabletten

Nicht ganz klar ist mir die Affektion vieler zu den Netbooks (darf man jetzt nicht mehr sagen, ich weiß, ist mir aber wurscht)… Also wenn ich ein kleines Tool zum Surfen haben will, dann sollte das a) wirklich ein kleines Tool sein, und b) anders sein als ein Laptop.

Wenn ich ein Gerät aufklappen muss, um dann vor Bildschirm und Tastatur zu sitzen, dann nehm ich doch gleich einen vollwertigen Laptop – was ist daran so viel besser wenn der ein wenig kleiner ist, dafür deutlich weniger kann?

Ich jedenfalls sehe die Zukunft in kleinen Surf-Tablets, mit Schiebe-Tastatur, ein bisschen größer als ein Handy und wirklich tragbar (in der Jeanstasche). Damit im Bett oder unterwegs zu surfen ist wirklich Freizeit. Komisch nur, dass man mit dieser Sicht fast alleine ist.

Richtig schön finde ich:

Amazon’s Guide to the Galaxy

Der bisher beste Grund, einen Amazon Kindle zu wollen!

(via Martin)

Tipps für den Buch-Entzug – und Amazon-Bashing

Hier gibt es ein paar nette (und durchaus einfach selber herauszufindende) Möglichkeiten dafür, wie man seine Buchsammlung verkleinert. Nur einer lässt sich nicht so leicht erfüllen: Bücher online zu verkaufen. Zumindest bei Amazon. Denn man sollte nicht glauben, dass es (trotz offener Grenzen, EU-Mitgliedschaft, Nachbarlandigkeit) möglich ist, als Österreicher über das deutsche Amazon Marketplace Bücher zu verkaufen. Eine Antwort auf meine diesbezügliche Anfrage vom Amazon-Kundendienst: “Leider können wir derzeit unseren Zahlungsservice Amazon Payments nur für Verkäufer mit einer deutschen Bankverbindung”anbieten”.

Schön finde ich die Begründung: “[…] da sich noch kein einheitlicher internationaler Standard bei der Kontoüberprüfung, die Ihrer Sicherheit dient, etabliert hat”. heißt das

a) dass deutsche Konten sicherer sind als andere? (haha)

b) dass österreichische Banken nicht vertrauenswürdig sind? (würde sagen – nicht weniger oder mehr vertrauenswürdig als all die anderen kollabierenden Banken allüberall)

c) Kontoüberprüfung, die “ihrer Sicherheit dient” – aber Citibank und Co bieten sichere Konten?

Die Chuzpe vom Tag: “Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die Einrichtung eines deutschen Kontos in Betracht ziehen könnten, damit auch Sie von Amazon Payments profitieren können, und wir Sie bald als Anbieter bei Amazon.de Marketplace begrüßen dürfen.” – Bitte wie komme ich dazu?

Naja, nachdem ich wegen Renitenz auch bei Ebay schon lebenslang gesperrt bin, verkauf ich halt auch nix über Amazon.

Werbung, wie sie mir Spaß macht

Neulich, auf der Musikmesse MIDEM: Werbematerial aushändigende Menschen mit weißen Overalls und der Aufschrift “It’s all about the sound”. Und was bekam man dann von denen in die Hand gedrückt?

Ohrstaberln.

Völlig Off-Topic

Aber weil Weihnachten ist, und weil’s auch nach Jahren noch so schön ist: