Experiment

Abschied vom Schleppen – E-Book-Experiment

Ich gebe auf. Nachdem ich nun den 900-Seiten-Ziegel “Anathem” durch ganz Wien geschleppt habe (Neal Stephensons neuer Roman war mit mir in der Staatsoper, im Theater an der Wien, in x Cafes und, nicht zuletzt, in zahlreichen U-Bahnen), starte ich ein Experiment: Ich werde als bekennender Vielleser nur noch E-Books konsumieren. Scheint kein Problem zu sein mit englischen Büchern, aber ich fürchte, außer dienstlicher Lektüre, wo ich wohl nicht an dem einen oder anderen “echten” Buch vorbeikommen werde, wird kaum was Deutschsprachiges dabei sein.

Auch wenn, nach der Frankfurter Buchmesse, die beiden weitest verbreiteten Reader endlich ihren Weg gnädigerweise nach Europa finden – das Angebot an neuen deutschsprachigen Belletristik-E-Books ist stark beschränkt. Ich stimme ab jetzt mit meinem Konsumverhalten ab: Was nur als Papierbuch und als Software für proprietäre Hardware verfügbar ist, les ich halt nicht.

Und nein, mir geht die Haptik des Papiers beim Lesen überhaupt nicht ab.

Für mich ist hiermit nicht das E-Book tot, sondern das Papierbuch.