Last.fm

Ich zahle mit Daten, nicht mit Euro

Abschiednehmen heißt es derzeit für mich von Last.fm, jenem Social Music-Dienst, der neben Wikipedia die wohl am meisten von mir genützte Web 2.0-Site wurde. Ab Dienstag wird nämlich das bisher gratis verwendbare Streaming-Service kostenpflichtig (außer in den USA, UK und Deutschland). Und obwohl ich heavy user war, werde ich nach einiger Überlegung diesen Schritt nicht mitgehen.

Dabei geht es weniger um jene 3 Euro, die das Service zukünftig im Monat kosten soll. Ich bin nicht kindisch oder ideologisch genug, um zu glauben, dass alles immer gratis sein muss.

Sondern es geht darum, dass die Betreiber schon bisher einiges von mir bekommen haben – und zwar die Daten darüber, was ich mir so anhöre. “Diese Daten helfen Last.fm dabei, Musik zu organisieren und an unsere Benutzer weiterzuempfehlen”, heißt es dazu in der FAQ. In Zukunft soll ich also meine Daten weiter an Last.fm geben, um Musik-Empfehlungen zu ermöglichen und auch zu bekommen, erhalte dafür aber im Austausch nicht mehr die Möglichkeit, Musik zu konsumieren. Und das ist dann doch leider ein schlechter Deal. Überzeugt vom Nutzen des Systems bin ich immer noch. Aber am Business Model müssen die nun ohne mich feilen.

Nachtrag: Last.fm hat die Umstellung auf kostenpflichtig nun verschoben – also auch ich den Abschied.