Privacy

Ich zahle gerne mit Daten

Obwohl die Privacy-Diskussionen durchaus spannend sind, bin ich recht hemmungslos, was meine Datenweitergabe angeht. Das “Google Analytics”-Cookie wird zwar gelöscht, sobald es auf meinem Computer landet, aber ob Social Websites meinen Musikgeschmack kennen, die Schule, die ich besucht habe, und was für Bücher ich gerne lese, ist mir wurscht. Was sollen sie tun – mich mit Cyberpunk-Literatur erschlagen? Mit Darkstep-Musik foltern? Mit Werbung beschicken? Letzteres wäre ja wirklich sehr ungewöhnlich.

Mal sehen, ob sich das noch ändert, und was für schlechte Erfahrungen man als Österreicher (ich denke, Amis sind da wirklich gefährdeter) machen kann, wenn man recht frei mit seinen Daten umgeht. Wenn nichts anderes, so gibt das zumindest ein paar gute Geschichten.

Eins noch: Warum sollten Arbeitgeber nichts über die Partygewohnheiten potenzieller Mitarbeiter wissen – wenn ein wichtiger Teil vieler Jobs und der Karriereleiter nichts anderes ist, als mit irgendwelchen Vorgesetzten bzw. Kunden gepflegt Alkohol zu trinken? Wer wirklich so weltfremd ist, jemanden nicht einzustellen, weil es von ihm Suff-Fotos auf Facebook gibt, ist soundso nicht eben ein zeitgemäßer Arbeitgeber, sondern bigott.